WEINLAGEN

Brauneberger Weinlagen

Von Weinkennern in der ganzen Welt geschätzt – von Kabinett bis Beerenauslese

Die Spitzenrieslinge der weltberühmten Lagen Juffer und Juffer Sonnenuhr beinhalten den Steilhang gegenüber dem Ort Brauneberg. Der Größe nach der Flurbereinigung: 42,7 ha.

Von Thomas Jefferson über Theodor Fontane bis ins englische Königshaus ist die Brauneberger Juffer der Inbegriff für Rieslinggenuss auf höchstem Niveau! Die Namensgebung der Lage „Juffer“ geht zurück auf die Anfänge des 18. Jahrhunderts. Nach der napoleonischen Besatzungszeit hatte ein Kammerherr Wunderlich den größten Besitz in dieser Weinlage. Die drei Töchter des Kammerherrn folgten nicht dem Wunsch der Eltern zu heiraten und blieben Jungfern. Ihre Freude und Liebe widmeten sie stattdessen den besten Weinen ihres elterlichen Weingutes, die in den steilen Felshängen der heutigen „Juffer“ wuchsen. Aus Verdruss über diese Entwicklung nannten die Eltern schon zu Lebzeiten diese Weinberge in Anlehnung an ihre ledigen Töchter „Juffer“, dem moselfränkischen Dialektnamen für Jungfer.

bis zu 87 %

Steigung in der „Brauneberger Juffer“. Hier ist traditionelle Handarbeit angesagt.

„Brauneberger
Juffer Sonnenuhr“

Das „Filetstück“ der Brauneberger Juffer sind die ca. 10,5 ha umfassenden Weinberge um die Felsen der Sonnenuhr und der römischen Kelteranlage. Auch hier eine reine Südlage mit Steigungen bis zu 87% mit feinstem Schieferdevon.

Brauneberger Juffer – die Historie

Der Anbau von Weinreben hat in Brauneberg eine lange Tradition. Schon die Römer bauten in den Steilhängen der Brauneberger Juffer Wein an. Ältestes Zeugnis ist die römische Kelteranlage, die am Fuße dieser Steillage bei Flurbereinigungsarbeiten freigelegt wurde.
Im Jahre 588 wurde der Ort Brauneberg erstmals urkundlich erwähnt. Damals schenkte der Frankenkönig Childebert II. das merowingische Krongut zu Dusemond (Ortsname bis 1925, Dusemond = lat. dulcis mons = süßer Berg) dem Hofstift von Verdun, das keinen eigenen Weinbergsbesitz hatte, des guten Weines wegen.
Der Name Juffer entstand um 1790, als die drei unverheirateten Töchter (Juffern) des Kurpfälzischen Kammerherrn Wunderlich im Brauneberg Wein anbauten. Seit dieser Zeit wurde der Wein aus dieser Steillage – Brauneberger Juffer – ein Begriff für Weinkenner in der ganzen Welt. Der Name Brauneberger Juffer stand und steht für hochwertige Spitzenweine, die weit über unsere Grenzen bekannt sind. In alten Weinversteigerungslisten und Chroniken findet man den Brauneberger Juffer stets unter den edelsten Rieslingweinen wieder.

„Brauneberger
Klostergarten“

Die Lage „Klostergarten“ geht zurück auf das ehemalige Franziskanerinnenkloster im Ortsteil Filzen und umfasst 95 ha.

„Brauneberger
Mandelgraben“

Die Lagebezeichnung bezieht sich auf die Tatsache, dass dort früher Mandelbäume wuchsen. Das Anbaugebiet umfasst ca. 175 ha. und ist damit die größte der Brauneberger Weinlagen.

In den Steillagen Klostergarten und Mandelgraben wachsen ebenfalls Rieslingweine auf Schieferböden. In den Flach-und Hanglagen werden Müller-Thurgau, Kerner und Rotweine angebaut.

Ortsansicht Brauneberg

WEINPROBE BEIM WINZER
IN BRAUNEBERG

Probieren Sie verschiedene Weinsorten bei einer Weinprobe in einem Weingut in Brauneberg. Gerne auch in Verbindung mit einem regionaltypischen Menü und einer Kellerbesichtigung.

Steillagen­weinbau

Als Steillagenweinbau bezeichnet man den Weinbau in extremen Hanglagen, die keine Bewirtschaftung in Falllinie mit radgetriebenen Traktoren zulassen.

Bewirtschaftung
von Steillagen

Je nach Bodenart liegt die Grenze der Direktzugfähigkeit zwischen 45 % bis 55 % Hangneigung. Die Bewirtschaftung in Falllinie erfolgt entweder mit Seilzug (Sitzpflug) oder neuerdings mit speziellen Raupenfahrzeugen. Alle wesentlichen Pflegearbeiten wie Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz, Düngung, Laubschnitt, Traubentransport und chemische Unkrautbekämpfung lassen sich so mechanisieren. Die Traubenlese erfolgt jedoch weiterhin von Hand, an der Entwicklung eines seilgezogenen Vollernters wird derzeit gearbeitet.

Sind die Parzellen durch Zwischenmauern unterbrochen, erfolgt die Bewirtschaftung in reiner Handarbeit. Lediglich Material- und Personentransport kann über Einschienen-Zahnradbahnen (Monorack) erfolgen. Der Pflanzenschutz wird in zusammenhängenden Flächen mit Hubschraubern durchgeführt. Spezielle Behandlungen erfolgen vom Boden meist über Schlauchspritzung, in Kleinbetrieben auch noch mit Motorrückenspritzen.

Traditionell werden vielfach sehr arbeitsaufwändige Erziehungssysteme angewandt. An der Mosel, Ahr und im Wallis sind dies Einzelstockerziehungen am Pfahl, wie die Moselpfahlerziehung.

SPORTLICH UNTERWEGS

Grenzenloses Radvergnügen

JEDER SCHRITT EIN TRAUM

Sonne – Juffer – Lebenslust

ERLEBNIS
MOSELWEIN

Kabinett bis Beerenauslese

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