GESCHICHTE

ANNO Domini 588

Bereits im Jahre 588 wurde der Weinort Brauneberg, im Herzen der Mittelmosel, erstmals urkundlich erwähnt.

Begleitet wird der Ort von der imposanten Kulisse der weltberühmten Riesling-Weinlage „Brauneberger Juffer“. Diesen einzigartigen Ruf als Spitzenweinort hat sich Brauneberg von der Antike bis in die Neuzeit bewahrt. Weinfreunde aus aller Welt, aber auch berühmte Personen, wie Thomas Jefferson, Napoleon und Prinz Charles, verbindet die Liebe und die Begeisterung zum Brauneberger Wein. Nicht umsonst ist gerade dieser Wein zum wahren Botschafter der Mosel geworden. Doch Brauneberg hat seinen Freunden und Besuchern weitaus mehr zu bieten. Dies erkundet man am besten bei einem Rundgang, während eines Tagesausfluges oder einem erholsamen Urlaub im Wein- und Ferienort Brauneberg.

Besonderheiten:

• ehemaliges Franziskanerinnenkloster mit Andreasturm und Krypta
• eine der ältesten römischen Kelteranlagen nördlich der Alpen
• Simultankirche mit dem einzigen Zwiebelturm an der gesamten Mosel
• längste Nussbaumallee an der Mosel (2,2 km lang) – sie diente früher als Rammschutz bei Eisgang der Mosel
• Wald-und Naturlehrpfad (2,9 km)
• Weinkundeweg in der Lage „Klostergarten“ (1,2 km)
• 50 km ausgeschilderte Wanderwege….

Außerdem hält Brauneberg einen einmaligen Rekord in Deutschland: nachweislich wurde am 11. August 1998 mit 41,2 ° C die höchste jemals gemessene Temperatur (im Schatten) in Deutschland registriert!

Eine Ortschronik und eine Fortschreibung der Chronik ist im Touristikbüro Brauneberg für 50,- € und 25,- € erhältlich.

2, 2 km

… ist die längste Nussbaumallee der Mosel. Sie diente früher als Rammschutz bei einem Eisgang des Flusses. 

Nussbaumallee
an der Mosel

Heute vermitteln die gewaltigen, bis zu 300 Jahre alte Bäume, zusammen mit unserem mediterranen, besonders milden Klima, ein südländisches Flair. Sie laden unsere Gäste, ebenso wie die Einheimischen, zum Verweilen unter den beeindruckenden Baumkronen ein.

Traditionell
reizvoll

Über 100 alte Türen schauen uns an.

Haustür und Fenster sind das Gesicht eines jeden Hauses. In Brauneberg, mit seinen zahlreichen gepflegten Fachwerk- und Bruchsteinhäusern, findet man über 100 frühe Türen der Renaissance oder herrliche Barocktüren. Die Tür vor allem ist Ausdruck von Gediegenheit, Zweckmäßigkeit und Sinnbild ihres Besitzers, denn hinter dicken Pforten ist „gut“ sein.

Brauneberg hat wunderschöne alte Haustüren, das wissen die meisten aber nur wenige wissen, dass es so viele sind. Es bereitet viel Vergnügen, alle Ecken, Höfe und Winkel des Dorfes zu durchstreifen, um alte Türen aufzuspüren.
Die hier dargestellten Exemplare sind bis auf wenige Ausnahmen mehr als hundert Jahre alt, die ältesten fast dreihundert. Das sind beinahe ein Viertel aller Haustüren des Dorfes. Die Türen, in roten oder gelben Sandsteingewändern gekleidet, haben der Erneuerungssucht der letzten fünfzig Jahre widerstanden. Gott sei dank hat in den letzten zwanzig Jahren ein Umdenken bei den meisten Bürgern stattgefunden, sie sind heute stolz auf ihre schönen alten Türen, auch wenn es durch die Ritzen etwas zieht.
Für die ältesten Türen von 1741 bis 1778 gibt es in Brauneberg und Umgebung keinen speziellen Ausdruck. Anderorts werden sie „Klöntüren“ im Luxemburgischen „ Hirzel Türen“ genannt. Siehe Nr. 19, Nr. 32, Nr. 35, Nr. 42, Nr. 43, Nr. 48, Nr. 51, Nr. 52 und Nr. 70. Diese Türen sind horizontal zweigeteilt und tragen teils einfache teils reiche, typisch barocke Schmuckformen.
Die Türen aus der Mitte und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind zum Teil weniger schmuckvoll und wenn geteilt, dann senkrecht. Waagerecht geteilte hat man später nur noch als Stalltüren gebaut.
Einige Türen sind in ihrer Struktur sehr ähnlich fast identisch. Offensichtlich stammen sie aus einer Werkstatt. Vergleiche die Türen Nr. 38, Nr. 41, Nr. 72 und N. 76. Das gleiche gilt für die Türen Nr. 36 und Nr. 77.
Alle Türen, die kurz vor und kurz nach der Jahrhundertwende um 1900 geschaffen wurden, tragen neoklassizistische Stilformen, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sind. Auch hier kann man feststellen, dass einige in derselben Werkstatt angefertigt wurden. Die Tür Nr. 2 im Hause Bomberding-Licht wurde nachweislich in der Schreinerei Heinrich Gindorf Sen. im Neudorf angefertigt. Man kann beim Vergleich mit den Türen Nr. 6, Nr. 18, Nr. 20 und Nr. 23 annehmen, dass auch sie aus derselben Werkstatt kommen, da sie die gleichen Stil- und Schmuckformen aufweisen.
Interessant ist auch die Feststellung, dass die Tür Nr. 40 im Hause Plunien, Nussbaumallee 7, in Mülheim noch drei fast gleichförmige Geschwister in der Kirchstr. 2 und in der Hauptstr. 64 hat. Sie sind wahrscheinlich alle in Mühlheim und in derselben Werkstatt angefertigt worden. Die Vergleichstür Nr. 82 aus Mühlheim, Hauptstr. 64, hatte bis 1945 noch eine Zwillingstür im selben Hause, der Eingang wurde nach dem Krieg zugemauert, die Tür wurde im Hinterhaus bei Max Ferd. Richter eingebaut.
So haben alle Türen ihre eigene Geschichte und wenn sie erzählen könnten, könnten sie viele Geschichten erzählen, schöne und weniger schöne.

Paul Mentges A. D. 2006

GESCHENKIDEE

Die Gemeinde verfügt über eine Chronik und Chronik Fortschreibung in Buchform. Diese beiden Exemplare sind käuflich in der Tourist-Information zu erwerben.

Des Weiteren gibt es ein Mundartwörterbuch vom Maler Paul Mentges mit vielen handgemalten Aquarellen und Radierungen auf 336 Seiten für 18 €.

WEINKUNDE
WEG

Des Winzers Handwerk

KIRCHEN, KAPELLEN
UND KLÖSTER

in Brauneberg

RÖMISCHE
KELTERANLAGE

Die Ursprünge des Weinbaus

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